Die Geschichte der Gürtel
In vielen Kulturen war der Gürtel ein Zeichen der Jungfräulichkeit, nach der griechischen Mythologie verlieh der Gürtel der Göttin Aphrodite Ihren Liebreiz. Aus der Bronzezeit stammend, sind häufig in Gräbern Gürtel aus Metallgliedern und Kettenschnüren gefunden worden. Der Verschluss bronze- und eisenzeitlicher Gürtel besteht aus einem Gürtelhaken.
Die Gürtelschnalle ist eine Neuerung aus römischer Zeit. Im Mittelalter war der Gürtel ein Symbol für Kraft, Herrschaft und eheliche Treue. Bei Adligen diente der Gürtel auch als Wehrgehänge zur Aufnahme des Schwerts. Die Prunkgürtel der Männer und Frauen waren aus Leder, Samt, Seide und anderen kostbaren Stoffen und mit Goldschmuck, Edelsteinen, Glasflüssen, Stickereien etc. geziert.
Im 12. Jahrhundert waren die Gürtel so lang, dass sie zweimal um den Leib gewickelt wurden. Vom 13. bis 15. Jahrhundert wurde von Männern wie Frauen am Gürtel die Almosentasche, im 15. Jahrhundert Glöckchen und bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts an einer separaten Schnur oder Gürtelkette Beutel, Zahnstocher, Schere, Essutensilien und Messer getragen. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der so ausgestattete Gürtel meistens unter dem obersten Rock getragen.
Um 1890 wurde der Gürtel für Männer als Ersatz für die Hosenträger in den USA wieder populär.
Während bei der Männerkleidung Gürtel ausschließlich links eingeschlauft werden, ist bei der Frauenkleidung die andere Richtung häufiger. Breite Gürtel sind oft rundgeschnitten, um eine bessere Anpassung an die Körperform zu erreichen. Heute gehört der Gürtel in jede Garderobe und passt sich dem Menschen, dem Event und dem Geschmack an.
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